Manchmal lernt man früh, leise zu werden. Im eigenen Schatten zu verschwinden. Still, bis die eigene Stimme keinen Klang mehr hat. Wie Nebel, der alles dämpft. Eine Decke, die umhüllt. Und irgendwann hört man die Anderen laut. Zu laut. Im Schatten wird es still. Zu still. Vielleicht taucht ein Spiegel auf. Oder eine Frage, die lange keinen Platz hatte. Wer bin ich, wenn niemand mehr sagt, wer ich sein soll? Was bleibt, wenn das Funktionieren endet? Aus dem Schatten zu treten fühlt sich grell an. Zu grell. Wie legt man die Nebeldecke ab, wenn die Feuchtigkeit alles berührt hat?
Manchmal bedeutet es zu erkennen, dass nicht jeder bleiben kann. Der Nebel zieht weiter. Und zurück bleibt der eigene Schritt.
Was, wenn niemand eine Hand reicht?
Mit der Zeit beginnt man, sich selbst auszuhalten. Und irgendwann, sich selbst zu erkennen.